
Idol's Not Dead
Bunker k101
Idol’s Not DeadGibt es Originale ohne Einfluss?Jeder Mensch, der schonmal gezeichnet hat, wird anfangs das zeichnen oder kopieren, was er oder sie sieht. In der Fotografie, die „mit Licht malt“, bedeutet das nichts anderes. Die Freiheit des Schaffens erlangen wir im Laufe der Zeit durch die Distanzierung und das Weiterdenken. Genau mit diesem Paradoxon setzt sich das Projekt „Idol’s Not Dead“ auseinander.Es ist eine ganz persönliche Auseinandersetzung mit fotografischen Idolen und deren Einflüssen. Eine Annäherung an diese Vorbilder und gleichzeitig bewusste Distanzierung.So unterschiedlich die gewählten fotografischen Idole sind, so unterschiedlich sind auch die Ansätze der Arbeiten: Manche StudentInnen nutzen Fotografie, um zu sensibilisieren und gesellschaftlich relevante Themen sichtbar zu machen. Andere konzentrieren sich auf technische und visuelle Besonderheiten, die sie in ihre eigene Bildsprache übersetzen. Wieder andere suchen nach Momenten, in denen Bilder weniger erklären als fühlen lassen. Bilder, in denen Atmosphäre und Emotion im Vordergrund stehen.Bildsprachen werden also nicht einfach „zitiert“ oder kopiert, sondern in einen neuen Kontext gestellt. Durch den Dialog mit den gewählten Idolen entsteht eine neue, eigene Bildsprache. Die Ausstellung “Idol’s Not Dead” macht diese neu gewonnene Sprache sichtbar und als eigenständige Position im Spannungsfeld zwischen Einfluss und Autonomie erfahrbar.
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